Die Fassung in Peyote Technik

Zuerst einmal, es tut mir leid, dass ich mich erst jetzt wieder hier zu Wort melde. Da ich 2020 (wie so viele) ein echt mieses Jahr hatte, was meine Jobs anging, lief es dieses Jahr wieder richtig gut. Falls Du noch nicht weißt was ich hauptberuflich mache? Ich bin Kommunikationsdesignerin und gestalte hauptsächlich Webseiten, mehr dazu HIER. Tja, und das hat tatsächlich die letzten Monate meine ganze Zeit „gefressen“.

Jetzt aber endlich zu Teil zwei „die Fassung finden“.

Diesmal zeige ich dir wie man einen runden Cabochon mit der Peyote-Technik einfasst. Peyote ist eine sehr alte Technik und tatsächlich nach einem Kaktus benannt, den die mexikanischen Indianer damals zu Ritualzwecken genutzt haben. Dies aber nur am Rande.

Die Wahl der Perlen:

Die Peyote-Technik geht mit Rocailles genauso wie mit Delica-Perlen. Aber, bei Delicaperlen gibt es ein gleichmäßigeres Ergebnis, sie legen sich schön um den Stein und Du erhält eine nahezu perfekte Einfassung.
In der Beschreibung hier nutze ich 11er Delicas und zum Abschluss 15er Rocailles.

Da wir einen runden (oder ovalen) Stein einfassen, bauchen wir zwingend eine gerade Anzahl Perlen um am Ende keine Fehlstelle zu bekommen.

Peyote Fassung

Du fängst wieder an wie bei Teil eins „Die Fassung finden“. Du klebst deinen Cabochon in die Mitte deiner Stickunterlage. Danach fädelst du dir einen Faden durch eine 12er Nadel (ich nehme hier auch immer gerne die langen Nadeln).

Damit die erste Reihe auf der Unterlage befestigt ist, fädelst einen Faden in die Nadel und machst am Ende einen Knoten. Du stichst direkt neben dem Cabochon oder Knopf, von unten nach oben, durch das Vlies.

Es werden vier Perlen aufgefädelt und du legst sie möglichst dicht neben den Cabochon (oder Knopf), stichst direkt wieder nach unten und kommst dann mit der Nadel, wieder nach oben, zwischen den zwei Perlen in der Mitte heraus. Du fädelst in die Richtung in die du weiter fädeln möchtest (je nachdem ob du Rechts- oder Linkshänder bist) durch die vorangegangenen zwei Perlen.
Diese Abfolge wiederholst du so lange, bis du wieder am Ende der ersten Perle angekommen bist. Hier musst du ein bisschen versuchen die Lücke, falls eine entstanden sein sollte, zu schließen. Aber bleibe bei einer gerade Anzahl an Perlen!

Bist du an der ersten Perle wieder angekommen, fädelst du noch einmal durch Diese nach oben.
Du fädelst eine Perle auf den Faden, stichst dann durch die übernächste Perle, in Fädelrichtung durch, wieder nach oben, so legt sich die aufgefädelte Perle auf die darunterliegende Perle. Dann fädelst du erneut eine Perle auf usw.
So gehst du einmal um den kompletten Cabochon (oder Knopf ) herum. Am Anfang sieht es etwas wacklig aus, das gibt sich aber zum Schluss. Am Ende der Runde musst du durch die letzt untere und die letzte obere Perle durchfädeln, das nennt man einen Aufschritt machen.

Jetzt siehst du, dass deine Perlen um den Knopf herum hoch und runter liegen. Du füllst jetzt die Lücken zwischen den oberen Perlen immer mit einer neuen Perle. Eine Perle auffädeln, durch die oben liegende Perle hindurch, eine auffädeln, durch die nächste obere Perle durch, eine auffädeln, durch die nächste obere Perle durch und so weiter.

 

Mit 11er Delicaperlen kannst Du etwa zwei Runden machen, die dritte würde schon etwas hoch stehen, was aber bei höheren Cabochons oder Knöpfen praktisch sein kann. Das musst Du von Stück zu Stück entscheiden.

Beim letzten Stich machst du wieder einen Aufschritt. Jetzt fädelst du noch mal eine Runde „Lücken auffüllen“, aber diesmal mit den 15er Rocailleperlen. Nach dieser Runde fädelst du einfach nach unten, durch diverse Perlen, bis durch den Stickgrund und vernähst deinen Faden.

Jetzt hast Du einen schön eingefassten Cabochon und kannst damit weiterarbeiten. Zum Beispiel meinen Bead Embroidery Ring. Die Anleitung bekommst Du HIER, oder als Dankeschön beim abonnieren des Newsletter.

Viel Spaß beim Sticheln!